Folgt uns auch auf unseren Socialmedia Kanälen ->

Unsere Positionen

Grundsatzprogramm und Postionssammlung

Durch die ständigen Diskussionen über Grundsatzthemen auf unseren BDKen, haben wir, die BSV in der StädteRegion, eure Meinungen und Positionen in einem Grundsatzprogramm zusammengefasst, welches ihr, genau wie unsere Positionssammlung, hier downloaden könnt.

GrundsatzprogrammPositionssammlung

Falle von Reaktorunfällen in Tihange

Wir als BezirksschülerInnenvertretung (BSV) in der Städteregion Aachen möchten als Interessenvertretung der ca. 59.000 SchülerInnen Stellung beziehen zur aktuellen Sachlage für Notfallpläne bei einem möglichen Reaktorunfall in Tihange. Nach unserem Gespräch mit der Behördenleitung der StädteRegion Aachen am 17.04.2018 ergab sich von beiden Seiten der Wunsch, dass auch die BSV zu diesem Thema Stellung nehmen soll.
Immer wieder werden neue Meldungen zu den Zuständen des Atomkraftwerks in Tihange publiziert und schon lange ist klar, wie unsicher dieses Kraftwerk ist und was ein Reaktorunfall für unsere Region bedeuten würde. Eine folge dessen ist, dass sich auch Schülerinnen und Schüler sowie Schulen mit diesem Thema beschäftigen (wollen und müssen).
Schülerinnen und Schüler reden darüber, was passieren könnte, ob sie Jodtabletten zuhause haben und welche Masken sie benötigen. Eine irreale Vorstellung wird besprochen, denn es könnte tatsächlich passieren.
Doch was passiert, wenn wir dann in der Schule sind? Die Schulen in der Region müssen sich auch diese Frage stellen. Doch sie dürfen nicht.
Angehalten durch das Ministerium ist es den Schulen nicht möglich, einen individuell auf die Schule angepassten Notfallplan zu gestalten. Aber auch vom Schulträger darf kein Notfallplan zur Verfügung gestellt werden und vom Land gibt es ebenfalls keinen.
Wir fühlen uns verunsichert. Nicht nur wegen der fehlenden Transparenz, sondern auch dadurch, dass wir keinen Plan für den Ernstfall haben und auch keinen machen dürfen und das obwohl wir einen Großteil unserer Zeit in der Schule verbringen und diese eigentlich als „Schutzraum“ dienen sollte.
Doch ist dieser Schutzraum noch gegeben, wenn uns die Meldung ereilt und SchülerInnen und LehrerInnen panisch werden und nicht wissen was zu tun ist? Sollen die SchülerInnen nach Hause geschickt werden, bleiben sie in der Schule? Und wenn ja, wie lange? Dies sind wichtige Fragen, die wir uns stellen und die beantwortet werden müssen.
Wir als BezirksschülerInnenvertretung fordern im Namen der Schülerinnen und Schüler in unserer Region, dass es uns ermöglicht wird, gemeinsam mit der StädteRegion Aachen, einen Plan zu erstellen, der für alle Schulen in der StädteRegion Aachen gilt. Dies ist zwingend notwendig, um den SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern einen sicheren Umgang mit dem Thema Tihange zu ermöglichen und ein sicheres Gefühl in der Schulgemeinschaft (oder den einzelnen Schulgemeinschaften) zu schaffen.

Resolution „Bunt sein!- Jugendliche gegen Menschenfeindlichkeit

Wir, die Schüler*innen der StädteRegion Aachen, sehen mit großer Sorge wie der Rechtsextremismus überall immer stärker wird.
Mag es die Welt, Deutschland oder die Region sein, überall werden Hassparolen ausgesprochen, überall werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion ausgegrenzt.
Auf internationaler Ebene gewinnen rechtsextreme Parteien immer mehr an Zuspruch, wie etwa die französische Front National oder die polnische PiS, die bereits die Regierung stellt. Auch Deutschland erlebt, zu unserer großen Sorge, ein schnelles Anwachsen der Ränder.
In der USA hat es ein rechtsextremer Populist unter dem Motto „Make America Great Again“ bis zum Präsidenten gebracht. Erinnerungen an einer ähnlichen Person werden schnell geweckt.
Wie kann es sein, dass sich Hass und Ausgrenzung solcher Beliebtheit erfahren?
Besonders die Alternative „für“ Deutschland gewinnt durch ihre Fremdenfeindlichkeit, wie die offene Ablehnung der Kriegsflüchtlinge aus Syrien oder ihre Meinung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, immer mehr Zuspruch. Für uns ist diese Partei keine Alternative, sondern eine Sackgasse.
Mit Hass und Ausgrenzung hat man noch nie etwas erreicht!
Einer der größten Herausforderungen dieses Jahres für uns alle war es den Flüchtlingen menschenwürdige Unterkünfte anzubieten und Hilfe zu gewährleisten.
Viele hatten genug, wollten keine Flüchtlinge in ihrer Stadt aufnehmen. Die Angst vor dem Fremden hat sich in den Köpfen breit gemacht. Dabei sind sie Menschen genauso wie wir!
Trotz dieser irrationalen Angst und der Ablehnung hat die StädteRegion die Flüchtenden aufgenommen – ihnen Respekt und Freundlichkeit gezeigt.
Wir sind stolz Teil dieser StädteRegion zu sein, in der sich die meisten Bürger, genauso wie wir, für Toleranz und Freundschaft einsetzen!
Währenddessen müssen wir erkennen, dass in unseren Schulen homophobe und sexistische Sprüche zum Alltag gehören. Für viele Schüler*innen sind solche Äußerungen „ganz normal“ – aber Intoleranz und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gehören nicht in unsere Schulen!
Es fällt schwer, etwas an der internationaler Situation zu ändern. Wir sind nur Schüler und unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Die meisten von uns sind auch noch nicht wahlberechtigt.
Trotzdem haben wir es in der Hand sicherzustellen, dass in Aachen jede Form – damit meinen wir wirklich jegliche Form – der Ausgrenzung und des Hasses keinen Platz hat.
Stattdessen wollen wir unsere Unterschiede als Menschen, mögen es Herkunft, Sexualität oder Glaube sein, mithilfe unseres farbenfrohen Flashmobs feiern!
Deshalb wollen wir, Schüler*innen der StädteRegion hiermit klarstellen:
Wir sind gegen jede Form des Rechtsextremismus und für eine bunte StädteRegion!